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Amosinternational

2. Juli 2019

Heft 2 Demokratie neu stärken

 

Wachsende soziale Ungleichheiten, tiefe Gräben zwischen Wählern und politischen Eliten und nicht zuletzt die durch Globalisierung hervorgerufenen Unsicherheiten führen zur Abkehr vieler von der Demokratie. Diese Entwicklung, die mit einem Erstarken populistischer Kräfte einhergeht, macht es mehr denn je erforderlich, über Möglichkeiten zur Stärkung unseres demokratischen Gesellschaftssystems nachzudenken. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Amosinternational liefert  hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie die Thematik aus fünf unterschiedlichen Perspektiven erörtert.

  • Wolfgang Thierse fragt nach den Ursachen für die Wiederkehr nationalistischer Ideologien und entfaltet in zehn Punkten, wie das Vertrauen in die freiheitliche Ordnung gefördert werden kann.
  • Oliviero Angeli nähert sich dem Thema am Beispiel der Migration. Die hier konstatierbare Pluralität politischer Ansichten sollte seiner Meinung nach nicht nur toleriert, sondern als notwendiger Streit um den richtigen Weg wertgeschätzt werden.
  • Rolf Ahlrichs plädiert für die Teilhabe der Menschen an gesellschaftlicher Macht. Er legt dar, dass eine partizipativ angelegte Demokratie Bildung voraussetzt, die vor allem in kommunalen Vereinen vermittelt wird.
  • Ute Scheub argumentiert in ähnlicher Form. Sie fordert mehr Mitbestimmung in der Politik durch Kombination von repräsentativen, direkten und konsultativen Demokratieformaten.
  • Oliver Hidalgo spricht die in einem demokratischen Gemeinwesen vorhandenen Spannungen und Gegensätze an. Gleichheit versus Freiheit, Volkssouveränität versus Repräsentation etc. sind für ihn legitime Antinomien, deren Balance immer neu auszutarieren.