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Reihe "Kirche und Gesellschaft"

17. April 2019

Nr. 459 Proaktive Toleranz als ein Weg zum Frieden.
Bestimmung und Operationalisierung des Toleranzbegriffs
von Markus Vogt, Rolf Husmann


Auch wenn der Begriff der Toleranz ein Schlüsselwert pluraler Gesellschaften ist, gibt es ihm gegenüber erhebliche Vorbehalte. Vor allem die Kirchen sehen ihn in einem Spannungsfeld zum Wahrheitsanspruch des christlichen Glaubens. Das neue Heft der Reihe „Kirche und Gesellschaft“ greift diese Thematik auf, indem es ein christlich grundiertes Projekt zur systematischen Entfaltung des Toleranzbegriffs vorstellt. Das Projekt, das an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Nationalen Universität Ushgorod, Ukraine, durchgeführt wurde, macht deutlich, dass es nicht um Aufgabe persönlicher Überzeugungen, sondern um Wege geht, abweichende Meinungen für vertretbar zu halten. Durch Unterscheidung zwischen passiver, aktiver und proaktiver Toleranz sowie durch eine praktische Reflexion des Entwurfs wird ein Konzept geboten, das zu einem friedlichen Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen beitragen kann.