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Reihe Kirche und Gesellschaft

8. März 2019

Nr. 458 Zur Freiheit hat uns Christus befreit (Gal 5,1)
Zum Verhältnis von Katholizismus und Politischem Liberalismus

 

Die katholische Soziallehre ist keine eigenständige, zwischen Liberalismus und Sozialismus angesiedelte Ideologie, sondern gehört nach Sollicitudo rei socialis (41) in den Bereich der Theologie. Gleichwohl hat es stets Auseinandersetzungen mit beiden politischen Weltanschauungen gegeben. Das neue Heft der Reihe „Kirche Gesellschaft" greift diese Thematik auf, indem es das Verhältnis von kirchlicher Soziallehre und Politischem Liberalismus thematisiert. Es legt dar, wie sich das Christentum zum Wegbereiter des modernen Freiheitsdenkens entwickelte, warum die Kirche dennoch während der Französischen Revolution dem Antimodernismus verfiel und weshalb zur gleichen Zeit Glaube und Freiheit in den USA keinen Gegensatz bildeten. Das Heft schließt mit einem Blick auf die etatistische Staatspraxis im Europa des 19. Jahrhunderts. Dabei gelangt es zu dem Fazit, dass der entsprechende Widerstand der Bischöfe ein dialektisches Geschehen war, bei dem ultramontane Kräfte die Freiheitsideale des Liberalismus subkutan übernahmen.