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Reihe "Kirche und Gesellschaft"

11. Januar 2019

Nr. 456 Ökonomie und Theologie. Zur Sprache des neuen Managements
von Michael Vollstädt

 

In der letzten Zeit haben sich zahlreiche kirchliche Würdenträger kritisch zu den Auswirkungen und dem Geist der kapitalistischen Wirtschaft geäußert. Dem steht die Sprache des modernen Managements gegenüber, das auf flache Hierarchien setzt und Arbeit zum zentralen Ort der Selbstverwirklichung erklärt. Das neue Heft der Reihe „Kirche und Gesellschaft“ greift diese widersprüchlich erscheinenden Positionen auf, indem es die Kennzeichen der neuen Arbeitswelt in Bezug zu Religion und Kirche bringt. Es legt dar, wie sich der tayloristisch bzw. fordistisch geprägte Kapitalismus zu einem die freiheitliche Selbstentfaltung fördernden System entwickelt hat, wobei es hier vor den Konsequenzen einer permanenten Selbstausbeutung warnt. Das Heft gelangt zu dem Ergebnis, dass die kirchliche Rezeption der in der Wirtschaft erfolgten Veränderungen noch aussteht, da die meisten lehramtlichen Verlautbarungen weiterhin den industriellen Kapitalismus vor Augen haben.