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Reihe "Kirche und Gesellschaft"

16. November 2018

Nr. 454 Beendet die Ausbeutung in der sogenannten 24-Stunden-Pflege!
Ethische Bemerkungen zu Arbeitsverhältnissen in deutschen Pflegehaushalten
von Bernhard Emunds

 

In vielen deutschen Haushalten sind seit über zwei Jahrzehnten osteuropäische Pendelmigrantinnen als Betreuungskräfte für Pflegebedürftige eingesetzt. Diese sogenannten „Live-Ins" arbeiten und leben für eine gewisse Zeit in der Wohnung der entsprechenden Person und sichern so deren 24-stündige Pflege. Das neue Heft der Reihe „Kirche und Gesellschaft" greift diesen Sachverhalt kritisch auf, indem es die Erwerbsarbeit der Live-Ins sozialethisch reflektiert. Hier wird erläutert, warum sowohl die illegale als auch die legale Beschäftigung der Pflegekräfte ein juristisches bzw. ethisches Problem ist, wobei auch politische Reformvorschläge Berücksichtigung finden. Das Heft schließt mit sieben Anmerkungen, die an Familien mit Pflegeverantwortung adressiert sind und sich als „Versuche" verstehen, „den Betroffenen bei ihrer eigenen ethischen Orientierung etwas zu helfen".