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Amosinternational

15. Mai 2018

Heft 2 Terrorismus und Terrorismusbekämpfung

 

In Gesellschaft, Politik sowie in zahlreichen Sozialwissenschaften wird ein intensiver Diskurs über Ursachen und Bekämpfung des islamistischen Terrorismus geführt. Dabei findet jedoch eine sozialethische Auseinandersetzung mit den entsprechenden Herausforderungen kaum statt. Die neue Ausgabe der Zeitschrift Amosinternational will deshalb den hier bestehenden Reflexionsbedarf aufgreifen und die Thematik aus ethischer Sicht fokussieren.

  • Martin Kahl fragt nach möglichen Ursachen des Terrorismus, wobei er die Komplexität bzw. Widersprüchlichkeit des untersuchten Gegenstands darlegt. Da es – so Kahl – eine universelle Erklärung für die Genese terroristischer Gewalt nicht gebe, sollten sich Politiker bei der Einführung neuer Abwehrmaßnahmen in Zurückhaltung üben.
  • Wolfgang Palaver widmet sich der Rationalität des Dschihadismus. Aus seiner Sicht führt ein durch Dekulturation und Identitätskrise bewirkter Nihilismus bei einigen Menschen zu einer inneren Leere, die empfänglich für eine Theologie der Gewalt ist. Eine einseitige, fragmentierte Interpretation heiliger Schriften lässt dann monotheistische Religionen zu einer gefährlichen Ideologie werden.
  • Johannes J. Frühbauer spricht das weite Feld der Terrorismusbekämpfung an, in deren Mitte er menschenrechtsethische Gesichtspunkte stellt. Er erläutert das Spannungsfeld von Sicherheit und Freiheit und betont, dass etablierte Normen wie das Tötungs- oder Folterverbot auch in der Praxis gelten müssen.
  • Ingeborg Gabriel befasst sich mit der Überlegung, wie die Prävention von Gewalt gelingen kann. Hierzu präsentiert sie eine Reihe von Maßnahmen wie Achtung des Völkerrechts, Recht auf Religionsfreiheit oder soziale Sicherheit, plädiert aber auch für eine Begegnungskultur von Mensch zu Mensch.