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Allgemeine Informationen über die KSZ
Im
Jahr 1961 faßten die deutschen Bischöfe den
Beschluß,
auf der Grundlage der christlichen Menschen- und
Gesellschaftsauffassung
eine überdiözesane Einrichtung zu gründen, um
grundlegende
Fragen, die das Zusammenleben in Kirche und Gesellschaft betreffen,
aufzugreifen,
sachgemäß zu analysieren, entsprechende Lösungswege zu
erörtern und diese in den kirchlichen, wissenschaftlichen und
öffentlichen
Diskurs einzubringen. Dieser Gründungsbeschluß und die damit
verbundene Zielsetzung sind für die Arbeit der Katholischen
Sozialwissenschaftlichen
Zentralstelle Mönchengladbach ein verpflichtender Maßstab.
Sie
steht damit ganz auf der Linie des Zweiten Vatikanischen Konzils,
das in seiner Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ den inneren
Zusammenhang
von religiösem Leben und gesellschaftlicher Tätigkeit des
Christen
betont (Nr. 43) und für die Kirche „immer und überall“ das
Recht
in Anspruch nimmt, „in wahrer Freiheit den Glauben zu verkünden,
ihre
Soziallehre kundzumachen, ihren Auftrag unter den Menschen unbehindert
zu erfüllen und auch politische Angelegenheiten einer sittlichen
Beurteilung
zu unterstellen, wenn die Grundrechte der menschlichen Person oder das
Heil der Seelen es verlangen“ (Nr. 76).
Die Wertgrundlagen, wie sie durch die Schöpfungsordnung Gottes vorgegeben sind, immer neu zu bedenken und in zeitgemäßer Weise zu verwirklichen, gehört zu den vorrangigen Aufgaben der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle. In diesem Sinne hat sie von Anfang an das Gespräch und die geistige Auseinandersetzung mit kompetenten Vertretern in Kirche und Gesellschaft, in Wirtschaft und Recht, in Politik und Kultur aufgenommen und geführt. Dabei hat sie sich von den Prinzipien und Grundwerten der Freiheit und Gerechtigkeit, der Personalität und Solidarität, der Subsidiarität und des Gemeinwohls leiten lassen.
Am
12. Februar 1963 wurde die Katholische Sozialwissenschaftliche
Zentralstelle
als eingetragener Verein mit Sitz in Mönchengladbach
gegründet.
Ihr erster Direktor war Pater Gustav Gundlach SJ (s. Foto). Gundlach
lehrte
zuvor von 1934 bis 1962 u. a. an der Päpstlichen Universität
Gregoriana in Rom und war in allen gesellschaftlichen Fragen ein enger
Berater Pius XII. Unerwartet starb Gundlach am 23. Juni 1963 im Alter
von
71 Jahren. Seitdem leitet Professor Dr. Anton Rauscher
die KSZ.
In den Jahren ihres Bestehens hat die Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle zahlreiche Aktivitäten und Initiativen ergriffen und erfolgreich durchgeführt. Hier sei zunächst die Reihe „Kirche und Gesellschaft“ genannt, von der inzwischen mehr als 300 Hefte erschienen sind. Die Hefte greifen aktuelle Themen auf und wollen primär einer sachbezogenen, differenzierten Information sowie einer am christlichen Menschenbild ausgerichteten Orientierung dienen.
Die Konzeption und Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen in Form von Symposien, Tagungen, Studienkonferenzen, Kolloquien und Foren, die in der Regel interdisziplinär zusammengesetzt sind, bildet einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der KSZ: so finden seit 1968 die „Sozialethiker-Tagungen“ statt, an denen Wissenschaftler aus dem gesamten deutschen Sprachraum teilnehmen.
Auf dem Hintergrund der historischen Wende 1989/90 und dem dadurch erweiterten europäischen und weltkirchlichen Verantwortungshorizont hat die KSZ neue Initiativen ergriffen. Es sind dies die „Deutsch-Amerikanischen Kolloquien“, die „Europa-Foren“ und die „Deutsch-Koreanischen Kolloquien“.
Viele Tagungen und Symposien der KSZ bildeten die Grundlage für verschiedene Publikationsreihen, etwa die „Mönchengladbacher Gespräche“, die „Beiträge zur Katholizismusforschung“, die „Zeitgeschichte in Lebensbildern“, die „Soziale Orientierung“ und „Kirche Heute“.
Einen detaillierten Einblick in den Aufgaben- und Tätigkeitsbereich der KSZ bietet der jährlich erscheinende Tätigkeitsbericht. Die Berichte sind zum Download vorbereitet.
Nähere
Informationen zur Entstehungsgeschichte der KSZ bietet die
Broschüre
„Pro Iustitia in Mundo“, eine Jubiläumsschrift im Umfang von 81
Seiten,
die 1988 anläßlich des 25jährigen Bestehens der KSZ
erschien.
Sie ist bei der KSZ (Bezugsadresse)
erhältlich.
Die KSZ beging am 18. Oktober 2003 mit einem Festakt ihr 40jähriges Bestehen. Zu dem Festakt hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, eingeladen (näheres hierzu).
Seit Beginn des Jahres 1999 besteht ein Freundes-
und Förderkreis. Die KSZ ist vom Finanzamt als
wissenschaftlich
förderungswürdige Einrichtung anerkannt und ermächtigt,
Spendenbescheinigungen auszustellen.
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