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Reihe "Kirche und Gesellschaft"

17. April 2018

Nr. 449 Die verunsicherte Demokratie
von Klaus Stüwe

 

Sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen westlichen Ländern schwindet das Vertrauen in die Politiker und die etablierten politischen Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig erhalten nationalistische bzw. (rechts)populistische Parteien Zulauf, die unter Berufung auf einen vermeintlichen „Volkswillen" die Funktionsfähigkeit der Demokratie in Frage stellen. Das neue Heft der Reihe „Kirche und Gesellschaft" greift diese Entwicklungen auf und fragt, ob die freiheitlich-demokratische Ordnung durch die Krisenphänomene existentiell bedroht ist. Dabei führt es zunächst in die Dimensionen der Unzufriedenheit mit dem „politischen Establishment" ein und identifiziert die Globalisierung wie auch die Digitalisierung als deren wichtigste Ursache. Das Heft gelangt zu der Überzeugung, dass die gegenwärtigen Probleme die Demokratie nicht zwangsläufig gefährden, wenn diese die entsprechenden Herausforderungen annimmt und von ihrer Fähigkeit zur Fehlerkorrektur Gebrauch macht.