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Populismus und Renationalisierung – Bewährungsprobe für Europa und seine Demokratie

17. April 2018
Herzliche Einladung: Die diesjährigen Sozialethischen Gespräche in Mönchengladbach finden am 14./15. Juni 2018 statt.
(Quelle: Pixabay / CC0 Creative Commons)


Die Zuversicht in die Unerschütterlichkeit der Demokratie in Europa ist in den vergangenen Jahren ins Wanken geraten: In Deutschland hat insbesondere der Streit über die Flüchtlingspolitik – das Thema unserer europapolitischen Konferenzen der letzten beiden Jahre – zu einer gesellschaftlichen Polarisierung und zum Erstarken radikaler Kräfte geführt. Die zurückliegende Regierungsbildung war auch deshalb so langwierig und schwierig wie noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.

In manchen osteuropäischen Staaten zeigen Regierungen einen immer autoritäreren Regierungsstil. Dabei versuchen sie, die rechtsstaatlichen und demokratischen Standards der Europäischen Union zu unterlaufen. Europakritische, nationalistische und populistische Kräfte werden in allen EU-Ländern stärker. Während der Brexit diese Entwicklung auf besonders dramatische Weise markiert hat, zeugen andere Wahlen wie jene von Emmanuel Macron in Frankreich, dass weiterhin Grund zur Zuversicht besteht.

Herzlich laden wir Sie gemeinsam mit der Kommission der Bischofskonferenzen in der Europäischen Union (COMECE) zu den Sozialethischen Gesprächen nach Mönchengladbach ein. Vom 14. bis 15. Juni wollen wir die aktuellen politischen Fliehkräfte in Europa in den Blick nehmen und der Frage nachgehen, wie die EU und die europäische Demokratie gestärkt werden können – und auch, welchen Beitrag die Kirche hierzu leisten kann.

Zu den Referenten zählen in diesem Jahr der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, zugleich Vizepräsident der COMECE, der Europaparlamentarier Elmar Brok, der bekannte tschechische Soziologe Tomáš Halík und viele andere renommierte Experten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

 

Das Tagungsprogramm finden Sie hier. Den Anmeldebogen finden Sie hier.