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Amosinternational

10. November 2017

Heft 4 Konsumethik

 

In der Wirtschaftsethik wird zumeist die Gestaltung der ökonomischen Rahmenordnung bzw. die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen thematisiert. Die ethische Seite des Konsums nimmt hingegen nur einen geringen Stellenwert in den entsprechenden Diskursen ein. Die neue Ausgabe von Amosinternational greift deshalb diesen noch nicht so sehr fokussierten Bereich auf und fragt in fünf Schwerpunktaufsätzen nach der Macht der Konsumenten.

  • Ludger Heidbrink und Sebastian Müller beleuchten den Verantwortungsrahmen von Verbrauchern, der sich ihrer Auffassung nach auf simultane Weise aus der Rolle des Konsumenten und des Bürgers ergibt. Der Bürgerstatus fungiert damit als Voraussetzung, um die Rechte und Pflichten des Konsumenten wahrnehmen zu können. 
  • Helmuth Hartmeyer berichtet über die Geschichte des Fairen Handels, erläutert die ihm zu Grunde liegenden Standards sowie seine bisherige Wirkung. Dabei hebt er die Bedeutung der Zivilgesellschaft, insbesondere der Kirchlichen Hilfswerke für die Fair Trade-Bewegung hervor. 
  • Stephan Wirz setzt sich kritisch mit den Ansätzen einer Suffizienzpolitik und Postwachstumsökonomie auseinander. Da er darin eine Gefährdung der Bedürfnisoffenheit des Menschen erblickt, bevorzugt er ein geschärftes Konsumentenbewusstsein zur Verwirklichung sozialer oder ökologischer Belange.
  • Björn Bünger erörtert die Frage des nachhaltigen Konsums. Sein Aufsatz liefert nicht nur den Versuch einer Definition, sondern zeigt auch die Vorteile und Realisierungschancen eines entsprechenden Konsumverhaltens auf.
  • Christian Spieß entwickelt auf der Basis christlicher Gesellschafts- und Wirtschaftsethik grundlegende konsumethische Thesen. In ihnen plädiert er vor allem für größtmögliche Transparenz, d.h. für eine umfassende Informationspflicht über die Bedingungen, unter denen die im Handel angebotenen Waren produziert werden