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Reihe "Kirche und Gesellschaft"

5. September 2017

Nr. 442 Freiheit und Religion 
von Claus Dierksmeier

 

Das Verhältnis von Freiheit und Religion unterliegt einem doppelten Spannungsfeld: Einerseits wollen religiöse Fundamentalisten Freiheit auf eine einzige Religion bzw. auf eine einzige Lesart derselben verengen. Andererseits sind säkulare Fundamentalisten bestrebt, Religion im Interesse bürgerlicher Freiheiten aus dem Bewusstsein zu drängen. Das neue Heft der Reihe „Kirche und Gesellschaft" thematisiert diese Konfliktlagen und skizziert Wege zu ihrer Lösung. Es legt dar, warum eine intolerante Religionsausübung dem wahren Wesen der Religion entgegensteht und wie auch Fundamentalisten davon überzeugt werden können. Gleichwohl weist es die Vereinbarkeit von religiösem Bekenntnis und liberalen Lebensverhältnissen nach, indem es qualitative von quantitativer Freiheit unterscheidet. Das Heft kommt zu dem Schluss, dass qualitative Freiheitsansätze sich allein dem Fundamentalismus verschließen, aber eine ebenso umfassendere wie konsequentere Form des Liberalismus liefern.