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„The Church as Actor in Civic Society“

11. April 2017
Tagung in Kooperation mit der Ukrainischen Sozialakademie aus Kiew und der Katholischen Akademie Berlin

Vom 6. bis zum 9. April 2017 fand in der Katholischen Akademie Berlin die dritte Tagung der Kooperation zwischen der KSZ und der Ukrainischen Sozialakademie aus Kiew statt. Dabei bildete diesmal die Kirche als Akteur in der Zivilgesellschaft in Deutschland einen Schwerpunkt, der durch den Blick auf zivilgesellschaftliche Initiativen der von der griechisch-katholischen Kirche getragenen Sozialakademie vervollständigt wurde. Neben grundsätzlichen Erwägungen und Debatten über den Einfluss der Kirche und die Möglichkeiten der politischen Bildung in Deutschland und der Ukraine wurden auch einzelne Initiativen und Institutionen vorgestellt. So präsentierten Ivan Danyliuk und Olya Soroka etwa die Social Engineer School sowie die School of Innovation and Social Entrepreneurship aus Kiew, während von deutscher Seite drei Arbeitsbereiche der Kirche in der Zivilgesellschaft exemplarisch Einblicke in ihre Arbeit gewährten: die katholischen Akademien, die katholischen Büros und die katholischen Verbände. Die Arbeit der katholischen Akademien, einem besonderen Phänomen der deutschen Kirche, wurde von Dr. Maria- Luise Schneider, der stellvertretenden Direktorin der Katholischen Akademie in Berlin vorgestellt, während Dr. Gabriela Schneider vom Katholischen Büro Berlin ihre Arbeit präsentierte. Einblick in die Arbeit eines Verbandes gewährte Elisabeth Lüdeking, Referentin für internationale Jugendarbeit im Bund der deutschen katholischen Jugend. Den Blick über die kirchlichen Institutionen hinaus weitete Dr. Karlies Abmeier, die die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung erläuterte. Anhand dieser Praxisberichte sind Chancen und Grenzen der Kirche in der Zivilgesellschaft in unterschiedlichen Kontexten deutlich geworden. Als wichtiges Fundament wurde die Sprachfähigkeit der Kirche ausgemacht. Um dem zu begegnen, eignet sich der Docat als leicht verständliche Einführung in die Katholische Soziallehre. Darüber hinaus wurde beschlossen, als Weiterführung der Kooperation eine Handreichung zur sozialethisch geprägten politischen Bildung zu verfassen, die die theoretischen Grundlagen und Konzepte mit Beispielen aus der Praxis kombinieren soll.