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Sozialethische Gespräche als transatlantischer Dialog

3. Juli 2014

Die Sozialethischen Gespräche vom 27. - 28. Juni, die die KSZ in Kooperation mit der COMECE in Mönchengladbach ausrichtete, waren in diesem Jahr auf den transatlantischen Dialog fokussiert.

Im Zuge der Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) stand die Konferenz unter der Überschrift Europa und die USA  Freihandel und gemeinsame Verantwortung. Wie der Titel bereits impliziert, war das Ziel der Tagung, die sozialethische Bedeutung des Freihandelsabkommens in den Blick zu nehmen und dabei europäische und US-amerikanische Perspektiven und Einschätzungen zusammenzubringen.
Dabei konnten namhafte Referenten gewonnen werden: Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried von Bredow warf der ehemalige Botschafter der USA in Deutschland, John Kornblum, den Blick auf den Status quo der transatlantischen Beziehungen, während der renommierte französische Philosoph Philippe Nemo und Prof. Dr. Richard Schenk OP auf die verbindenden Werte des Westens eingingen.
In einem zweiten Schritt wurde die ökonomische Seite der transatlantischen Beziehungen und das TTIP genauer beleuchtet: Prof. Dr. Ursula Nothelle Wildfeuer, Universität Freiburg, und Prof. Dr. Thomas C. Kohler, Boston College, thematisierten dabei den Anspruch der sozialen Verantwortung der verschiedenen Wirtschaftsmodelle auf beiden Seiten des Atlantiks. Denis Redonnet, Leiter der Handelsstrategieabteilung der Europäischen Kommission, und Prof. Dr. Joseph P. Kaboski, Notre Dame, bewerteten die Chancen und Risiken des Freihandelsabkommens für beide Wirtschaftsräume.
Trotz wesentlicher Unterschiede in der politischen und ökonomischen Kultur wurden die verbindenden Aspekte zwischen den USA und Europa herausgestellt. Die transatlantische Partnerschaft, die durch die Herausforderungen der Globalisierung und der Digitalisierung auf die Probe gestellt wird, darf nicht als Selbstverständlichkeit gesehen werden, sondern muss immer wieder neu vermessen und erkämpft werden.