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Bd. 9

Reihe „Zeitgeschichte in Lebensbildern"


Zeitgeschichte in Lebensbildern: aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts, herausgegeben von Jürgen Aretz, Rudolf Morsey und Anton Rauscher, 360 S. (1999), Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung, Münster

mit Beiträgen von Jürgen Aretz, Hans Jürgen Brandt, Günter Buchstab, u. a.
Der Band ist über den Buchhandel erhältlich: ISBN 3-402-06120-1 (DM 39,80)


Der vorliegende neunte Band umfaßt 18 Lebensbilder:
August Reichensperger, Sebastian Kneipp, Karl Heinrich Fürst zu Löwenstein, Heinrich Finke, Franz Stock, Elisabeth Langgässer, Fritz Thyssen, Heinrich Tenhumberg, Otto Spülbeck, Walter Adolph, Hermann Pünder, Carl Schmitt, Eugen Kogon, Willi Geiger, Gertrud Luckner, Aenne Brauksiepe, Herbert Czaja, Carl Klinkhammer.


Bei drei Personen lag der Schwerpunkt ihres Wirkens noch im 19. Jahrhundert. Das gilt für den Politiker Peter Reichensperger, den „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp und den Generalkommissar der Katholikentage, Karl Heinrich Fürst zu Löwenstein.


Der Historiker Heinrich Finke, Präsident der Görres-Gesellschaft, erlebte noch die ersten Jahre der Hitler-Tyrannei, alle übrigen der hier gewürdigten Persönlichkeiten überlebten auch deren Ende. Fritz Thyssen, Eugen Kogon, Hermann Pünder und Gertrud Luckner büßten ihre Gegnerschaft mit KZ-Haft. Bedrängnisse anderer Art im „Dritten Reich“ überstanden die Schriftstellerin Elisabeth Langgässer, der Pariser Gefängnispfarrer Franz Stock und der „rote Ruhrkaplan“ Carl Klinkhammer.


Um die Durchsetzung christlicher Wertvorstellungen in der Bundesrepublik Deutschland mühten sich der Jurist Willi Geiger sowie Aenne Brauksiepe und Herbert Czaja als CDU-Bundestagsabgeordnete.
Die Bischöfe von Münster, Heinrich Tenhumberg, und von Meißen, Otto Spülbeck, erlebten die Umbruchszeit des Zweiten Vatikanischen Konzils.


Carl Schmitt ist der bekannteste, aber auch der umstrittenste Jurist des Jahrhunderts.

Die Porträts dieses Bandes sind von namhaften Autoren verfaßt, die das vorliegende Quellenmaterial teilweise zum ersten Mal ausgewertet haben. Die Beiträge sind sachlich und kritisch geschrieben, noch lebende Persönlichkeiten nicht aufgenommen. Für vertiefendes weiteres Studium enthalten alle Beiträge Quellen- und Literaturangaben.


In einer Zeit nachlassender historischer, aber auch kirchlich-religiöser Wissensvermittlung ist die Reihe „Zeitgeschichte in Lebensbildern“ die gelungene Verbindung von wissenschaftlicher Solidität und publizistisch attraktiver Darstellung.