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Band 31

Reihe "Mönchengladbacher Gespräche"

Peter Schallenberg (Hg.), Die Bedeutung der Religion für die Gesellschaft
129 S. (2011), J. P. Bachem Verlag, Köln


Der Band ist über den Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-7616-2546-0

 

Die Trennung von Staat und Kirche ist keine eigentliche Erfindung der Neuzeit, sondern in der Kirche selbst angelegt. Schon Augustinus wies in seinem Werk De civitate Dei (Vom Gottesstaat) auf die grundsätzlich verschiedenen Bürgerschaften hin, die es dem Menschen ermöglichen, die Welt mit dem Blick auf die Ewigkeit zu gestalten. diese Erkenntnis schlägt sich nicht zuletzt auch im Postulat der katholischen Soziallehre nieder, die den Sinn in jeglichen politischen, sozialen und ökonomischen Systemen nicht in ihrem Selbstzweck sieht, sondern als Unterstützung der menschlichen Person in ihrer eigentlichen Berufung: Liebe zu geben und Liebe zu empfangen.

 

Die Bedeutung der Religion muss in Zukunft immer wieder neu gefunden werden, zumal in einer Gesellschaft, die die Selbstverständlichkeit im Umgang mit Religion und Glaube weitgehend eingebüßt hat. In der Gegenwart gibt es neue Herausforderungen, die uns auch als Aufgabe für die Zukunft gestellt sind, denken wir hier nur an die Dialektik der Globalisierung, die damit verbundene globale Wirtschaftskrise oder die verstärkte Migration.

 

Man darf davon überzeugt sein, dass die Kirche zu diesen Themen ihren Beitrag für das Gemeinwohl der Gesellschaft leisten kann und wird.

 

 

 

Inhalt

 

Vorwort   S. 7

Grußwort des Oberbürgermeisters
der Stadt Mönchengladbach   S. 9

Klaus Berger
Soziale und politische Impulse aus der
Wiederentdeckung der Religion   S. 11

Christoph Böhr
Europäische Identität?
Umrisse einer Einheit in der Vielgestaltigkeit   S. 19

Christian Hillgruber
Können Minderheiten Mehrheiten blockieren?
Religionsbezüge staatlicher Ordnung zwischen
individueller Religionsfreiheit und demokratischer
Mehrheitsentscheidung   S. 51

Ulrich van Suntum
Die Finanzkrise – auch eine Folge säkularer
Schrankenlosigkeit?   S. 83

Elmar Nass
„Glauben ist Hoffnung. Hoffnung ist Leben.“
Grundlegung zu einem Aufbruch gewinnenden
Glaubens in unserer Gesellschaft   S. 97

Referenten   S. 125

Teilnehmer   S. 127

 

 

Referenten

 

Prof. em. Dr. Klaus Berger
Universität Heidelberg
Evangelisch-Theologische Fakultät, ehem. Lehrstuhlin-haber für Neutestamentliche Theologie

Dr. Christoph Böhr
ehem. Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz

Prof. Dr. Christian Hillgruber
Universität Bonn
Juristische Fakultät, Lehrstuhl für Öffentliches Recht

Dr. Dr. Elmar Nass
Universität Bonn
Lehrbeauftragter für Christliche Gesellschaftslehre;
Bischöflicher Beauftragter für die Fortbildung des Pas-toralpersonals im Bistum Aachen

Prof. Dr. Ulrich van Suntum
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Siedlungs- und Wohnungswesen